Vor dem Abschluss einer Gebäudeversicherung Tarife vergleichen – Mehr als ratsam

Auf dem Markt gibt es mehr als 100 Versicherer, die eine Wohngebäudeversicherung anbieten. Die Tarife unterscheiden sich sowohl in den Leistungen als auch in der Prämiengestaltung. Zwischen dem teuersten und dem günstigsten Anbieter kann ein Prämienunterschied von bis zu 50 % bestehen. Daher lohnt sich ein kostenloser Vergleich der Preise und der Versicherungsleistungen in jedem Fall. Der Onlinevergleich ist die einfachste Methode. Mit nur wenigen Eingaben lassen sich problemlos günstige Tarife finden, die zugleich auch leistungsstark sind. Der günstigste Anbieter ist dabei in der Regel nicht der leistungsstärkste, daher sollte ein guter Kompromiss aus Leistung und Prämie gefunden werden. Onlinevergleichsrechner sind dabei ein guter Wegweiser durch den Tarifdschungel.

Für Gebäudeeigentümer gehört sie zu den wichtigsten Versicherungen überhaupt: die Wohngebäudeversicherung. Sie schützt den Eigentümer vor finanziellen Verlusten, wenn das Gebäude durch Feuer, Leitungswasser und Sturm oder Hagel beschädigt wird. Viele Versicherungsgesellschaften bieten darüber hinaus auch noch Deckungserweiterungen. So zahlt die Versicherung auch, wenn Dritte das Gebäude mit Graffiti besprühen oder randalieren. Allerdings lässt sich dieses Risiko nicht mehr jeder Gesellschaft mitversichern und bei besonders günstigen Tarifen sind diese Leistungen in der Regel nicht enthalten.

Sind Elementarschäden wie Starkregen mitversichert?

Schäden, die durch Elementarereignisse geschehen, sind nicht automatisch mitversichert, sie können aber gegen einen Prämienzuschlag eingeschlossen werden. Da in den letzten Jahren Naturereignisse wie Starkregen und Überschwemmungen immer weiter zugenommen haben, ist eine Absicherung zu empfehlen, bevor der erste Schadenfall eintritt. Anders als in der normalen Wohngebäudeversicherung ist es für Kunden mit einem Vorschaden im Elementarbereich in den letzten zehn Jahren wirklich schwierig, einen Versicherer zu finden, der das Risiko dann überhaupt noch zeichnen möchte. Wohnhäuser, die direkt an Flüssen oder Seen stehen, sind in der Regel ebenfalls kaum gegen Elementarschäden versicherbar.

Die Tarifierung in der Gebäudeversicherung

Die Prämie in der Wohngebäudeversicherung berechnet sich hauptsächlich aus zwei Faktoren: Ort und Wert des Gebäudes. Die meisten Gesellschaften ermitteln für die Gebäudeversicherung einen Wert in Mark 1914. Dieser recht abstrakte Wert ergibt sich aus einer Umrechnung des Gebäudeneubauwerts auf die Immobilienpreise im Jahr 1914. Die Baupreise waren in diesem Jahr stabil und daher wird die Umrechnung als Basis genutzt. Einige Gesellschaften sind mittlerweile dazu übergegangen, auch andere Werte als Grundlage zu verwenden. Teilweise wird ein Wert auf Basis des Jahres 1970 verwendet, teilweise nutzen die Versicherer einen Wert 2000 als Basis. Einige Gesellschaften verzichten sogar komplett auf einen konkreten Wert. Die Tarife bemessen sich dort alleine nach der Wohnfläche des Gebäudes.

Soweit möglich sollte immer ein Unterversicherungsverzicht (UVV) in den Vertrag eingeschlossen werden. Damit wird sichergestellt, dass der Versicherer im Fall eines Totalschadens das Haus auch wirklich komplett wieder aufbaut. Wird der UVV nicht vereinbart, zahlt der Versicherer bei einem Totalschaden nicht unbedingt die komplette Versicherungssumme, sondern prüft vorher und nimmt eventuell Abzüge vor.